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Kurzer Abriss der Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie
 

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e. V. (German Cardiac Society) wurde als "Deutsche Gesellschaft für Kreislaufforschung" am 3. Juni 1927 in Bad Nauheim gegründet und ist damit die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Initiatoren waren die Professoren Bruno Kisch, Köln, und Arthur Weber, Bad Nauheim, tatkräftig unterstützt von Franz Maximilian Groedel, Bad Nauheim, später New York, 1949 Mitbegründer des American College of Cardiology (ACC). B. Kisch, der Deutschland 1937 verlassen mußte und in New York seine Zuflucht fand, schrieb 1955 auf Bitten von K. Spang die Geschichte der Organisation der Kreislaufforschung in Deutschland

Satzung
Handschriftlicher Entwurf der Satzung von B. Kisch (Vergrößern...)

Der erste Kongreß der Gesellschaft fand im Jahre 1928 in Köln statt, Präsident war Prof. H. E. Hering, der akademische Lehrer von B. Kisch. Von da an fanden jährliche Tagungen der Gesellschaft an verschiedenen Orten statt (siehe "bisherige Jahrestagungen"), die letzte 1941 in Bad Nauheim.

Nach dem II. Weltkrieg fand die erste Tagung der Gesellschaft, die sich nun "Deutsche Gesellschaft für Herz- und Kreislaufforschung" nannte, im Jahre 1949 wieder in Bad Nauheim statt. Dies blieb so bis zum Jahre 1982, als die Räumlichkeiten in Bad Nauheim wegen der gestiegenen Mitgliederzahl und der Ausweitungen der wissenschaftlichen Sitzungen auf mehreren Parallelsitzungen zu beengt wurden. 1983 fand erstmals der Kongreß im Rosengarten in Mannheim statt, wie er auch heute noch traditionellerweise in der Woche nach Ostern durchgeführt wird.

Begruendung
Begründungsanzeige der DGK (Vergrößern...)

Seit 1974 findet zusätzlich eine Herbsttagung an unterschiedlichen Orten statt, die teilweise als trinationale Tagung zusammen mit den schweizerischen und österreichischen Kardiologen organisiert wurde (siehe "Bisherige Herbsttagungen"). Im Gegensatz zur stark wissenschaftlich ausgerichteten Jahrestagung hat diese Tagung mehr Fortbildungscharakter auf hohem Niveau.

Anläßlich des Welt-Kardiologenkongresses 1950 in Paris wurde die Gesellschaft Mitglied der International Society and Federation of Cardiology (ISFC) und anläßlich des Europäischen Kardiologenkongresses 1952 in London Mitglied der European Society of Cardiology (E.S.C.). Seit 1994 heißt die Gesellschaft "Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.". In ihr sind Hochschulkardiologen, Nicht-Hochschulkardiologen und niedergelassene Kardiologen vereint zusammen mit Kinderkardiologen und Herzchirurgen, aber auch kardiologisch-theoretisch tätigen Wissenschaftlern wie Pharmakologen, Physiologen, Pathologen etc.
Die Gesellschaft hat z. Zt. fast 6.000 Mitglieder, davon 11 Ehrenmitglieder und 14 korrespondierende Mitglieder. Sie hat 5 Kommissionen, 10 Projektgruppen des Vorstandes, 4 Arbeitsgemeinschaften und derzeit 32 Arbeitsgruppen, die 10 Clustern zugeordnet sind. Die Gesellschaft verleiht 19 wissenschaftliche Preise und hält Mittel für jährlich 14 Stipendien, davon 5 für das außereuropäische Ausland sowie 3 Sachmittel-Stipendien, bereit.

Die Gesellschaft ist Mitglied der